Landesverband NRW
CGPT - weil Du es Dir wert bist!

Tarifabschluss 2020 bei der
Deutschen Telekom AG

 

Der Tarifabschluss gilt für 60.000 Telekom-Mitarbeiter sowie Auszubildende und Studenten in den Betrieben der Deutschen Telekom AG, Telekom Deutschland, den
Servicegesellschaften, der IT und im Geschäftskundenbereich.
Wegen der Corona-Krise wurden die Tarifverhandlungen via Chat-Room und Skype durchgeführt und ergaben
folgende Ergebnisse:

 

- Anhebung der Löhne in zwei Stufen
- 01.07.2020 zwischen 2,6 und 3 Prozent
- 01.07.2021 um weitere 2 Prozent
- Corona Komponente 85 Prozent Kurzarbeitergeld
- Kündigungsschutz bis 2023
- Auszubildende und Dual Studierende 40 Euro und 40 Euro Fahrtkostenzuschuss und mehr Unterhaltsbeihilfe.

 

Inhaltlich ist über den Tarifabschluss bei der Telekom nicht zu meckern, so CGPT Vorsitzender Ulrich Bösl. Besonders der Kündigungsausschluss bis Ende 2023 ist absolut in Ordnung.
In Ordnung ist es auch, in Zeiten der Corona Pandemie die Verhandlungen vorzuziehen und bei akzeptablem Ergebnis schnell zu beenden.
Nicht in Ordnung ist aber das Vorziehen der Ver-handlungen ohne Mitteilung an konkurrierende Gewerkschaften. Nach Tarifeinheitsgesetz verhandelt bei der Telekom die größte Gewerkschaft, in diesem Fall Ver.di. Nach Tarifeinheitsgesetz haben aber die anderen im Unternehmen vertretenen Gewerkschaften Rechte, wie dem Arbeitgeber die eigenen Tarifvor-stellungen zur Kenntnis zu geben. Wenn aber Verhandlungen vorgezogen werden und der gewerkschaftliche Mitbewerber nicht informiert wird, dann ist das nicht in Ordnung und Minderheitenrechte können nicht gewahrt werden.
Die CGPT meint: Corona Pandemie rechtfertigt nicht alles!


 

Reform Postgesetz - CGPT für
zustellfreien Samstag

 

Im Postgesetz werden viele Fragen rund um die Brief und Paketzustellung geregelt. Auch legt das Postgesetz derzeit fest, dass der Universaldienst durch 6 Zustelltage erbracht wird. Bei der jetzigen Reform möchte der Gesetzgeber dies auf 5 Tage begrenzen, sowie in der EU üblich.

 

Die CGPT begrüßt dies, fordert aber, damit für Kunden Planbarkeit gegeben ist, dass die Zustellung von Briefen und Paketen für alle Zustellunternehmen am Samstag ruht.
Dies wäre auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz!
Da die Sendungsmengen dadurch nicht zurückgehen, sind Arbeitsplätze nicht gefährdet. Der Zustellerberuf würde durch einen freien Samstag attraktiver. Das freie Wochenende ist eine der ältesten Gewerkschaftsforderungen.

 

 
CGPT gegen Sonntagszustellung

 

Die Christliche Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation CGPT lehnt die Überlegungen aber auch die schon zum Teil praktizierte Zustellung von Paketen an Sonntagen ab.
Um mit den größeren Sendungsmengen fertig zu werden bedarf es keiner Sonntagszustellung, sondern die vermehrte Einstellung von Zustellerinnen und Zustellern und faire Löhne, aber auch eine Zusammenarbeit der Zustellunternehmen, so der CGPT Vorsitzende Ulrich Bösl. Sonntagszustellung raubt den Betroffenen nur einen Tag zur Erholung und Besinnung. Auch wenn in Zeiten von Corona-Pandemie keine Gottesdienste stattfinden, sollte an der Sonntagsruhe nicht gerüttelt werden. Die Corona-Pandemie rechtfertigt nicht alle Einschnitte. Hände weg vom Sonntag, so CGPT Vorsitzender Ulrich Bösl.


 



Unsere Forderung zur Tarifrunde bei der Deutschen Post AG
 

Wir als CGPT

  • fordern 175 Euro mehr Geld für ALLE Mitarbeiterin und Mitarbeiter
  • 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung für jedes Ausbildungsjahr monatlich
  • Fortschreiben der sogenannten Postzulage für ALLE Beamtinnen und Beamte im Unternehmen
  • Sofort anteiliges Weihnachtsgeld für ALLE neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Wegfall der Gruppenstufe 0 in ALLEN Entgeltgruppen

Wir ALLE leisten außergewöhnliches im Unternehmen, von daher haben auch ALLE eine deutliche Tariferhöhung verdient! 

 Hier weitere Themen als Dokumente:

Jahresinfo_2020
Engagierter Ruhestand bei der Post AG 2020
Das Personal